Die Punze des Diamanten ist mit bloßem Auge unsichtbar. Sie entspricht einer Nummer und lässt sich daher nicht von dem Stein trennen, der sie trägt. Dies ermöglicht eine bessere Rückverfolgbarkeit der Diamanten – von der Quelle bis zur Auslieferung eines Schmuckstücks.
Dank der Punze lässt sich leichter sicherstellen, dass der Diamant aus einer in menschlicher und ökologischer Hinsicht verantwortungsvollen Mine stammt.
Dieses Kriterium ist heute für eine wachsende Zahl von Verbraucherinnen und Verbrauchern wichtig. Sie möchten weiterhin Schmuck mit weißen Diamanten kaufen, insbesondere Verlobungsringe.
Sie wünschen sich aber auch eine Garantie dafür, dass bei der Herstellung dieser Diamanten bestimmte menschliche und ökologische ethische Standards eingehalten wurden.
Die Punze der Diamanten wird für manche Unternehmen übrigens zu einem Verkaufsargument, mit dem sie die geografische Herkunft ihrer Steine belegen. Das ist insbesondere in Kanada der Fall.
Sie verhindert außerdem Betrug und Einbrüche bei Juwelieren, da gepunzte Diamanten rückverfolgbar sind.

Wie erkennt man einen echten Diamanten an einem Schmuckstück?

Wenn Sie ein oder mehrere Schmuckstücke besitzen und Zweifel an den gefassten Steinen haben, gibt es einige einfache kleine Tests, mit denen Sie herausfinden können, ob es sich um einen echten weißen Diamanten oder um eine Imitation handelt.
Der Beschlagtest
Hauchen Sie den Stein Ihres Schmuckstücks an, sodass er beschlägt. Verschwindet der Beschlag sofort, handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen weißen Diamanten.
Der Lichttest
Wenn es eine Eigenschaft gibt, die man mit dem Diamanten verbindet, dann ist es seine Brillanz. Da seine Hauptfarbe Weiß ist, reflektiert der Diamant bei guter Beleuchtung dank seines hohen Brechungsindex das Licht. Sie können den Test machen, indem Sie Ihren Schmuck hellem Licht aussetzen.
Doch Vorsicht: Manche anderen weißen Steine besitzen eine Brillanz, die der des Diamanten zum Verwechseln ähnlich ist.
Das ist zum Beispiel beim Moissanit der Fall.
Der Lupentest
Eine weitere grundlegende Eigenschaft des Diamanten ist seine Härte. Sie liegt bei 10 auf der Mohs-Skala, was ihn zum härtesten Stein der Welt macht. Daher lässt sich der Diamant nicht zerkratzen. Wenn Sie beim Betrachten Ihres Schmucks mit der Lupe Kratzer oder Schrammen feststellen, handelt es sich nicht um einen Diamanten.
Der Wärmetest
Das mag Ihnen vielleicht seltsam erscheinen, aber Sie können den Stein Ihres Schmuckstücks testen, indem Sie mit der Zunge darüberfahren, um seine Temperatur festzustellen.
Dieser Test beruht auf einer weiteren Eigenschaft des Diamanten: der Wärmeeindringzahl, also der Fähigkeit eines Materials, bei Berührung seine Temperatur durchzusetzen. Der Diamant hat eine sehr hohe Wärmeeindringzahl (60 000).
In einem Raum mit 20 Grad Celsius wird er durch den Kontakt mit unserer 37 Grad warmen Haut weniger „beeinflusst“ und fühlt sich daher kühler an als manche weißen Imitationssteine wie Zirkonia.
Das Material, in das der Stein gefasst ist
Zu einem Edelstein gehört ein Edelmetall. Sehen Sie sich die Punze des Metalls an, in das Ihr Stein gefasst ist. Handelt es sich um 18- oder 24-karätiges Gold (Adlerkopf-Punze) oder um Silber (Minervakopf-Punze), ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Ihr Stein ein Diamant ist.
Der beste Nachweis bleibt jedoch ein Echtheitszertifikat, ausgestellt von einem der drei weltweit anerkannten gemmologischen Labore: GIA, HRD oder IGI.
Eine Begutachtung durch Ihren Diamantenhändler kann Ihnen ebenfalls weitere Informationen liefern und Ihnen helfen, dieses Zertifikat zu deuten.
In diesem Artikel erklären wir Ihnen außerdem, wie Sie einen natürlichen von einem synthetischen Diamanten unterscheiden: zum Artikel
Wie erkennt man, ob ein Schmuckstück wertvoll ist?
Einige Anhaltspunkte können Ihnen helfen herauszufinden, ob Ihr Schmuckstück wertvoll ist.
Die Punzierung als Nachweis von Edelmetallen
Wie oben erwähnt, wird ein hochwertiger Stein nie mit einem beliebigen Metall kombiniert, sondern mit Gold oder Silber. Prüfen Sie daher zunächst die Punze des Metalls, in das Ihr Diamant gefasst ist. Gold von 18 bis 22 Karat trägt die Adlerkopf-Punze. Silber trägt die Punze mit dem Minervakopf.

Eine beständige Farbe
Edelmetalle wie Gold oder Silber behalten eine stabile Farbe, ob Sie sie täglich tragen oder ob sie in einer Schmuckschatulle aufbewahrt werden.
Wenn Ihr Schmuckstück mit der Zeit die Farbe verändert, ist es mit Sicherheit weniger wertvoll.
Der Magnettest
Gold und Silber sind diamagnetisch. Sie dürfen sich daher bei Kontakt mit einem Magneten nicht bewegen. Andernfalls wurde Ihr Schmuckstück wahrscheinlich aus anderen Metallen hergestellt.
Das Gewicht des Schmuckstücks
Um gepunzt zu werden, muss ein Schmuckstück, das den europäischen Vorschriften entspricht, mindestens 5 Gramm wiegen. Das gilt pro Stück: Ein Paar Ohrringe muss also mindestens 10 Gramm wiegen. Unterhalb dieses Gewichts wird Ihr Schmuckstück nicht gepunzt.
Wie groß ist ein Diamant von 1 Karat?

Es ist wichtig zu wissen, dass das Karat keiner Abmessung, sondern einem Gewicht entspricht (0,2 Gramm).
Mit anderen Worten: Bei gleicher Qualität ist ein Diamant von 0,5 Karat nicht halb so groß wie ein Diamant von 1 Karat. Sein Preis wird dagegen nur halb so hoch sein.
Als einfacher Anhaltspunkt: Der Durchmesser eines Diamanten von 1 Karat beträgt etwa 6 mm.
Das Auge nimmt jedoch nicht die Abmessung des Diamanten wahr, sondern sein Volumen und seine Brillanz. Ein auf Qualität und Größe des Steins abgestimmter Schliff bringt die optischen Qualitäten des Diamanten bestmöglich zur Geltung.
Wichtiger als die Anzahl der Karat sind die Qualität des Diamanten und das Können des Diamantenhändlers.
Wie Sie sicher verstanden haben, ist die Punze sowohl für Diamanten als auch für Schmuckstücke ein Garant für Qualität und Rückverfolgbarkeit.
Eine wachsende Zahl von Kundinnen und Kunden achtet auf ihr Vorhandensein.